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Belgien: Maßnahmen zur Stärkung der Landwirte im Kampf für faire Preise genehmigt

Die belgische Bundesregierung hat beschlossen, den Landwirten im Kampf um faire Preise mehr Unterstützung zu gewähren, wie von Vilt.be berichtet wurde. Auf Antrag des Landwirtschaftsministers David Clarinval wurden vier Maßnahmen genehmigt, die als Reaktion auf die anhaltenden Bauernproteste der letzten Monate eingeführt wurden.


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Die erste Maßnahme betrifft das Prinzip des "Preistunnels", das darauf abzielt, erhebliche Preisschwankungen in der Agrar-Lebensmittelkette zu kontrollieren. Die Preisbeobachtungsstelle kann nun Alarm schlagen, wenn die Preise bestimmte Schwellenwerte überschreiten, und der Sektor muss dann zusammenkommen, um eine Lösung zu erarbeiten.

Die zweite Maßnahme verschärft das Verbot des Verkaufs mit Verlust. Dies ist in Zukunft nur noch mit Zustimmung des Landwirts möglich.

Des Weiteren wurde eine Maßnahme genehmigt, um unlautere Praktiken zu beenden, die derzeit im Sektor verbreitet sind. Beispielsweise wird das "Delisting" verboten, bei dem Supermärkte Produkte aus den Regalen nehmen, um übermäßige Anforderungen zu stellen. Dies ist nur noch möglich, wenn sie dafür einen triftigen Grund angeben. Darüber hinaus dürfen Supermärkte, die mit den gelieferten Produkten unzufrieden sind, ihr Bußgeld nicht automatisch an den Landwirt weitergeben.

Schließlich wird es eine Klausel für unvorhergesehene Umstände geben, bei der Käufer bei unvorhergesehenen Ereignissen, wie einer Energiekrise, neuen Preisverhandlungen zustimmen müssen. Dies bedeutet jedoch nicht automatisch, dass Supermärkte verpflichtet sind, den Preis tatsächlich zu erhöhen.

Diese Maßnahmen sollen den Landwirten mehr Marktmacht verleihen und ihnen helfen, fairere Preise für ihre Produkte zu erzielen.

 

Quelle: Vilt.be 

Veröffentlichungsdatum: 07. Mai 2024