
Trumps Kürzungen – Chaos droht: US-Landwirte und Lebensmittelsicherheit gefährdet
Der Plan von US-Präsident Donald Trump und Milliardär Elon Musk, die Zahl der Beschäftigten der US-Regierung um 2,3 Millionen zu reduzieren, wirkt sich auf alle Ministerien aus, wie Vilt.be berichtet. Wie viele Stellen in dem Landwirtschaftsministerium abgebaut werden, ist noch unklar.
Es tauchen jedoch erste Berichte über die Auswirkungen der Kürzungen auf. Sie berichten über weniger Lebensmittelsicherheitskontrollen, mehr Lebensmittelverschwendung und darüber, dass Landwirte plötzlich nicht die erwartete Unterstützung erhalten.
Die Pläne des Ministeriums für Regierungseffizienz (Department of Governance Efficiency, DOGE) zur Entlastung der Regierung werden langsam deutlich. Kurzfristig will das Ministerium mehr als 100.000 Mitarbeiter entlassen oder ausbezahlen. Die Entlassungen betreffen zunächst vor allem Mitarbeiter in Probezeit, die weniger als ein Jahr beschäftigt sind und weniger Schutz genießen als Mitarbeiter mit längerer Betriebszugehörigkeit.
Die Nachrichtenagentur Reuters hat eine Liste der Kürzungen zusammengestellt, die von den verschiedenen Ministerien umgesetzt werden müssen. Manchmal gibt es einigermaßen konkrete Zahlen, manchmal bleiben die Sparpläne jedoch vage.
Eines der am stärksten betroffenen Ministerien scheint die Umweltschutzbehörde (Environmental Protection Agency, EPA) zu sein, die Gesetze wie den Clean Air Act (für saubere Luft) durchsetzt und sich für den Umweltschutz zuständig ist.
Derzeit sind 388 Mitarbeiter in Probezeit entlassen worden. Die Agentur hat auch fast 200 Mitarbeiter beurlaubt, die an Programmen für Umweltgerechtigkeit arbeiten. Laut des Weißen Hauses steht die EPA vor einer satten Budgetkürzung von 65%.
5.000 bis 6.000 Stellen im Landwirtschaftsministerium verloren
Auch das Landwirtschaftsministerium (U.S. Department of Agriculture, USDA), muss mit Budgetkürzungen rechnen, obwohl das Ausmaß der Kürzungen für die fast 100.000 Menschen, die dort arbeiten, unklar ist. Das USDA verwaltet Millionen Hektar an nationalen Wäldern und Grasland. Darüber hinaus wurden bereits Mitarbeiter des Nationalen Instituts für Ernährung und Landwirtschaft (National Institute of Food and Agriculture), das die Forschung in Agrarwissenschaft und -technologie fördert, sowie des Wirtschaftsforschungsdienstes (Economic Research Service, ERS), der Wirtschaftsberichte und Daten zur Landwirtschaft erstellt, entlassen.
Andere Quellen sprechen von 5.000 und sogar 6.000 bereits entlassenen USDA-Mitarbeitern. Dazu gehören Lebensmittelkontrolleure, Pflanzenschutzexperten und Trainer von Krankheitsspürhunden. In der Presse sprachen Mitarbeiter über die möglichen Folgen der Entlassungen. Sie befürchten steigende Lebensmittelpreise, mehr Lebensmittelverschwendung und invasive Schädlinge. Der Personalabbau bei dem USDA wurde als „völliges Chaos“ bezeichnet.
Die Kürzungen bei dem USDA sind besonders in den Küstenstaaten mit großen Häfen spürbar. In mehreren Häfen wurde die Belegschaft stark reduziert. Der Hafen von Los Angeles, einer der geschäftigsten Häfen der USA, soll etwa 35 % seiner Mitarbeiter verloren haben, die für die Kontrolle von Pestiziden und Quarantänemaßnahmen zuständig waren. 60 % der Mitarbeiter, die mit der Kontrolle auf illegale Waren und Schädlinge beauftragt waren, wurden ebenfalls entlassen. Der Hafen von Miami, der große Mengen Pflanzen importiert, soll 35 % seiner Inspektoren verloren haben.
All dies hat schwerwiegende Folgen. Viele dieser Häfen waren bereits überlastet, doch nun werden Schiffscontainer einfach abgestellt. Experten warnen, dass dies zu verderblichen Lebensmitteln in den Häfen und damit zu massiver Lebensmittelverschwendung führen könnte. Dies wiederum könnte zu höheren Preisen führen. Insbesondere zu einer Zeit, in der die amerikanische Lebensmittelversorgung bereits unter anderen Störungen wie den von Präsident Trump verhängten neuen Handelszöllen leidet.
Quelle: Vilt.be
Veröffentlichungsdatum: 04.04.2025