„Rot, saftig, unwiderstehlich - Am 6. April wird die Tomate gefeiert“
Deutschland ist reif für die Tomate! Ganze 27,4 Kilo* Tomaten hat jeder Deutsche im vergangenen Jahr verbraucht – verarbeitete Produkte wie Ketchup und Tomatensauce mitgerechnet. Selbst roh waren es immerhin 8,5 Kilo* pro Kopf (*Quelle: Statista, AMI, Destatis). Damit sind Tomaten das mit Abstand beliebteste Gemüse in Deutschland und machen ein Viertel des gesamten Gemüseverbrauchs aus.
Wenn das kein Grund ist ihnen eine große Bühne zu bereiten…!
RAL 3013 – Die Farbe des guten Geschmacks
Der Tag der frischen Tomaten ist ein Fest für alle Sinne. Denn er ist nicht nur farblich, sondern auch kulinarisch ein echter Stimmungsaufheller. Tomatenrot, auch bekannt als RAL 3013, ist nämlich nicht nur eine beliebte Trendfarbe bei Mode und Accessoires, sie hat sich auch in die Herzen der Feinschmecker eingebrannt.
Kein Wunder, verheißen Tomaten doch ein enormes Genusspotential – ganz gleich ob roh vom Strauch, als Sauce, Salat oder Suppe, ob gratiniert, gefüllt oder gegrillt, ob als Hauptgericht oder Beilage. Und wenn sie dann auch noch aus heimischem Anbau stammen, sind sie nicht nur besonders frisch, knackig und schmackhaft, da sie bis zum Schluss an der Pflanze reifen können, sondern schmecken dank kurzer Transportwege auch der Klimabilanz.
Foto © BVEO / arianebille32
Das rote Gold
Kaum ein Fruchtgemüse ist so vielseitig wie sie. Weltweit gibt es über 3000 verschiedene Tomatensorten von rot über gelb, orange, blau-schwarz, grün und weiß bis marmoriert. Manche Exemplare sind so klein wie Johannisbeeren, andere erreichen das Format eines kleinen Kürbisses. Welcher Typ es sein soll, bleibt Geschmackssache.
Besonders beliebt waren 2024*:
1. Cocktail- bzw. Cherry-Tomaten (280.720 Tonnen)
2. Rispen-Tomaten (154.750 Tonnen)
3. Roma-Tomaten (50.200 Tonnen)
4. Fleisch-Tomaten (17.700 Tonnen)
5. Strauch- und sonstige Tomaten (56.200 Tonnen)
*Quelle: AMI-Analyse nach YouGov CP Germany
Foto © BVEO / Hendrik Haase
„Grüne“ Tomaten
Da Tomaten weder Frost, Hagel noch Sturm etwas entgegenzusetzen haben, werden sie hierzulande häufig geschützt – unter Glas oder Folie – angebaut. Dort finden sie ideale Wachstumsbedingungen und gedeihen von März bis November – nachhaltig, aromatisch und frei von überflüssigem Transportstress. Meist wird auf organischem Substrat angebaut und mit Tröpfchenbewässerung gearbeitet.
Foto © BVEO / Hendrik Haase
Auch beim Pflanzenschutz wird auf biologische Verfahren gesetzt. Schlupfwespen bekämpfen beispielsweise Schädlinge und Hummeln bestäuben die Tomatenblüten.
Der Wasserverbrauch wird meist aus einem geschlossenen Wasserkreislauf gedeckt, der bis zu 75 Prozent Regenwasser nutzt. Dazu kommt, dass lediglich bedarfsorientiert gedüngt wird und Pflanzenschutzmittel sehr sparsam eingesetzt werden. So können die hierzulande angebauten Tomaten ihr besonderes, volles Aroma entwickeln.
Foto © BVEO / Hendrik Haase
Obst oder Gemüse?
Die Wissenschaft sagt: Beere. Der Volksmund sagt: Gemüse. Wir sagen: Hauptsache lecker.
Botanisch gehören Tomaten allerdings zu den Nachtschattengewächsen und sind somit eng verwandt mit anderen Speisegewächsen wie Kartoffeln, Paprika und Aubergine. Die rote Frucht der Pflanze, die wir als Tomate oder in Österreich und Südtirol auch als Paradeiser kennen, ist deshalb eigentlich eine Beere.
Einkauf
Die perfekte Tomate erkennt man an ihrer prallen, glänzenden Haut und einer frischen, duftenden Rispe. Ist sie schwer, ist sie meist saftig. Grünliche Stellen am Stielansatz sind dagegen ein Zeichen für eine zu frühe Ernte.
Gut zu wissen: Grüne Tomaten reifen zwar farblich nach – aber geschmacklich bleiben sie eher blass. Wer ein wirklich intensives Aroma genießen möchte, sollte unbedingt auf vollreife Tomaten setzen.
Lagerung
Der Kühlschrank ist der natürliche Feind der Tomate. Dort verliert sie an Aroma und bekommt schlimmstenfalls einen Kälteschock. Besser ist es sie bei 12–15 Grad, luftig und schattig zu lagern. So können sich Tomaten bis zu 14 Tage frisch halten.
Tipp: Tomaten sondern genau wie Äpfel das Gas Ethylen ab und sollten deshalb unbedingt getrennt von anderem Gemüse und Obst gelagert werden, da sie sonst deren Reifeprozesse beschleunigen.
Weitere Informationen.
Veröffentlichungsdatum: 01.04.2025
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